Kurztrip nach Marokko
Die Reise führte uns in drei Regionen Marokkos, sodass wir auch während eines Kurztrips möglichst viele Facetten des Landes entdecken konnten.
Das Königreich Marokko bietet auf einer Fläche von ca. 711.000 km² (inklusive des Gebiets der Westsahara) eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt. Das Land verfügt über eine sehr lange Küstenlinie am Mittelmeer und am Atlantik. Zudem bietet es eindrückliche Gebirgsketten, Oasen am Rande der Sahara, eine grossartige Kultur und freundliche Menschen.
Wir waren begeistert von all den verschiedenen Farben und Düften, die uns immer wieder einholten. Aufgrund der kurzen Flugdauer von lediglich drei Stunden ist ein Kurztrip natürlich auch ganz bequem möglich.
Erster Stopp: Marrakesch
Marrakesch ist die viertgrösste Stadt Marokkos und gehört zu den berühmten Königsstädten.
Die Häuser sind alle in Rot-, Rosa- oder Ockertönen gehalten, und Marrakesch wird daher oft auch als „rote“ Stadt bezeichnet. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten gehört der Platz Djemaa el Fna, auf dem sich Schlangenbeschwörer, Akrobaten, mobile Zahnärzte und Wahrsager tummeln.
Besonders sehenswert ist das Spektakel kurz vor Einbruch der Dunkelheit, wenn sich die unzähligen Garküchen auf ihre Gäste vorbereiten und der Platz eine ganz eigene Atmosphäre entwickelt. Ebenfalls sehr lohnenswert ist die Besichtigung des Dar-Si-Said-Museums, des Dar-el-Bacha-Palastes, der Medersa Ben Youssef, des Jardin Secret oder des Minaretts der Koutoubia-Moschee sowie natürlich ein Spaziergang durch die bunten Souks.
Nach unserer Ankunft wurden wir direkt vom Flughafen abgeholt und in unser Riad „La Brillante“ gebracht, unser Zuhause für zwei Nächte.
Das stilvolle Boutique-Hotel liegt eingebettet im pulsierenden Herzen der Medina von Marrakesch, wo das lebendige Treiben der Stadt zu jeder Stunde den Zauber der Tradition versprüht. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt öffnen sich die Tore zum prächtigen Bahia-Palast, den bunten Souks und dem lebhaften Djemaa el Fna, die das authentische Flair der Stadt widerspiegeln. Die Einrichtung des Hotels vereint gekonnt moderne Akzente mit einem Hauch traditioneller Eleganz, wodurch eine einzigartige Atmosphäre entsteht, begleitet vom Duft von Orangenblüten.
Hinter dem unscheinbaren Eingang erwartete uns eine unerwartete Ruhe, die den Raum mit einer fast märchenhaften Stille erfüllte, sodass selbst das Zwitschern der Vögel zu hören war.
Gestärkt durch einen erfrischenden Minztee und nach einem kurzen Frischmachen wurden wir abgeholt und zu unserem Kochkurs gebracht.
Nach dem gemeinsamen Einkaufen auf dem Souk ging es ab in die Küche, wo wir den Kochlöffel schwingen durften. Unter der fachkundigen Anleitung eines echten Profis zauberten wir eine köstliche Tajine, das marokkanische Nationalgericht, sowie ein traditionelles Dessert
Fazit: Es war nicht nur ein Erlebnis, sondern auch unglaublich lecker und ein toller, unterhaltsamer Nachmittag mit Gleichgesinnten aus aller Welt.
Am nächsten Morgen wurden wir von unserem charmanten Guide abgeholt, der uns auf einen ganz besonderen Stadtrundgang führte. Abseits der üblichen Touristenpfade erhielten wir einen faszinierenden Einblick in die verborgenen Ecken Marrakeschs und hatten die Gelegenheit, in die traditionellen Handwerksstätten einzutauchen, wo das kunstvolle Handwerk der Stadt lebendig wurde.
Im Anschluss besuchten wir den majestätischen Bahia-Palast, dessen prächtige Architektur uns in eine längst vergangene Epoche entführte. Auch die berühmte Medersa Ben Youssef, eine beeindruckende Koranschule, stand auf dem Programm, ebenso der lebendige Djemaa-el-Fna-Platz, der mit seinem bunten Treiben und den exotischen Klängen ein einzigartiges Spektakel bot. Wir beide bevorzugten jedoch ganz klar die etwas ruhigeren Gässchen.
Nach all den Eindrücken und dem geschäftigen Treiben in den Gassen gönnten wir uns eine wohlverdiente Auszeit und liessen uns im Spa unseres Riads mit einer erholsamen Massage verwöhnen.
Den Tag rundeten wir in stilvollem Ambiente ab und genossen den Abend im angesagten La Kabana Rooftop Restaurant, wo wir bei einem atemberaubenden Blick über die Stadt den Abend entspannt ausklingen liessen.
Zweiter Stopp: Hoher Atlas – Agafay Wüste
Nach einem wunderbaren Frühstück hiess es für uns: Trekkingschuhe an und Rucksack packen.
Von unserem Fahrer wurden wir abgeholt, und los ging es in die eindrucksvolle Region des Hohen Atlas. Im Dorf Imlil, dem Ausgangspunkt für die Besteigung des Djebel Toubkal, des höchsten Berges Nordafrikas, trafen wir unseren Trekking-Guide. Zusammen mit ihm machten wir uns auf unsere Wanderung, um die Umgebung zu erkunden.
Die Mittagspause durften wir bei einer lokalen Berberfamilie verbringen und kamen in den Genuss eines leckeren Mittagessens. Es gab eine Tajine, die wir schon vom Kochkurs kannten. Mmmmhhhh …
Am späteren Nachmittag ging es weiter über das Kik-Plateau und den Stausee Lalla Takerkoust bis in die Steinwüste Agafay..
Hier genossen wir bei unserem letzten Stopp die mondähnliche Landschaft mit dem thronenden Atlasgebirge im Hintergrund in der wunderschön gelegenen White Camel Lodge und liessen den Tag mit einem Apéritif und einem traumhaften Sonnenuntergang ausklingen.
Die Agafay-Wüste liegt nur ca. 45 Minuten von Marrakesch entfernt, weshalb sich ein Aufenthalt auch für nur eine bis zwei Nächte lohnt.
Für uns ging es dann am nächsten Morgen zurück zum Flughafen – mit einem Rucksack voller schöner Erinnerungen an ein buntes und so vielfältiges Land.
































